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Sommeruniversität 2004
Im Rahmen der Sommeruniversität der FU Berlin hat das NatLab einen Kurs mit dem Titel "Vom Verhalten zu den Nervenzellen" angeboten. In diesem Kurs haben 14 Schülerinnen und Schüler der 10. bis 13. Klasse experimentiert, um Einblicke in die Verhaltensbiologie und die Neurophysiologie zu bekommen. Betreut wurden sie von Dr. Petra Skiebe-Corrette und Dr. Brian Corrette, sowie von Rebecca Hielscher und Marion Seyfarth, die beide Lehramstudentinnen der Chemie sind.



Honigbienen
Es wurden 4 verschiedene Experimente durchgeführt. In dem ersten Experiment wurde Honigbienen beigebracht zwischen 2 Düften unterscheiden. Die Bienen lernen auf einen Duft den Rüssel auszustrecken und auf den anderen Duft den Rüssel nicht herauszustrecken. Diese Methode wird differenzielle Konditionierung genannt. Mit diesem Experiment lassen sich Methoden und Konzepte der experimentellen Lernpsychologie zum assoziativen Lernen studieren.

Nervenzellen leiten Information über weite Strecken mit Hilfe von elektrischen Signalen weiter, die Aktionspotentiale genannt werden. Die Aktionspotentiale einer Küchenschabe haben wir aufgenommen und auf einem Computer sichtbar gemacht und gespeichert. Wir haben in einzelnen Sinneszellen Aktionspotentiale hervorgerufen und untersucht, wie die Stärke eines Sinnesreizen in der Sprache des Nervensystems kodiert ist.

 


Weitere Experimente


 
Die Sprache des Nervensystems wurde in einen weitern Versuch untersucht. Ein Chip simulierte die Aktions­poten­tiale einer Nervenzelle der Netzhaut des Auges. Wir haben untersucht, welche optischen Reize diese Modell-Nervenzelle erregen und Reize schon auf der Ebene der Netzhaut verarbeitet werden.

Neben den 3 biologischen Experimenten wurden auch chemische Experimente durchgeführt. Es wurde z.B. aus Zitronen und Orangen mit einer Wasserdampfdestillation das Öl gewonnen. Anschließend wurde das Öl gaschromatographisch weiter untersucht.
Informationsaustausch
Neben dem Experimentieren gab es Vorträge, in denen die in die Thematik der Versuche eingeführt wurde. Hier z.B. durch Dr. Natalie Hempel de Ibarra.

Aber nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben vorgetragen, sondern auch die Lehramtsstudierenden Rebecca und Marion und auch die Schülerinnen und Schüler haben die Ergebnisse ihre versuchen vorgestellt.

An letzten Tag des Kurses haben wir das Institut für Neurobiologie besucht und dort mit Wissenschaftlern (Dr. Jürgen Rybak, Dr. Björn Brembs), Doktorandinnen (Nicola Stollhof, Anna Wersing, Anna Wertlin) und Studentinnen (Antonia Strutz), gesprochen.
 

Und sonst ...
Zum Anschluss des Kurses haben wir noch zusammen mit Schülerinnen und Schülern anderer Kurse das Bergfest gefeiert und gegrillt.

Außerhalb des Kurses konnten die Schüler und Schülerinnen noch weitere Vorlesungen hören, wie z.B. iin dem bereich Biologie den Vortrag "Evolution - Die Aufdeckung der Stammesgeschichte" von Prof. Thomas Bartolomaeus und den Vortrag von Prof. Randolf Menzel "Wie Gehirne lernen".
 

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